1. Nachhaltigkeit fängt beim Packen an

Wenn du deinen Camper oder Wohnwagen belädst, kannst du versuchen, ihn nur so schwer wie unbedingt nötig zu bepacken. Denn meist hast du eine längere Anreise vor dir, daher trägt weniger Gewicht ordentlich zum Spritsparen bei. Und weniger Kraftstoff bedeutet mehr Nachhaltigkeit, weniger Emissionen und ganz nebenbei auch geringere Kosten.

So sparst du Gewicht beim Packen:
• Befülle deinen Frischwassertank nur minimal. 
Fülle ihn am besten erst auf dem Campingplatz ganz auf.
• Leere unbedingt den Schmutzwassertank, bevor du aufbrichst. 
• Überlege, welche Kleidungsstücke du im Campingurlaub wirklich benötigst. Auf vielen Campingplätzen gibt es Waschmaschinen, deshalb reicht es aus, wenn du Kleidung für eine Woche mitnimmst.
• Beschränke deine Essensvorräte und kaufe Lebensmittel am besten vor Ort. Gleiches gilt auch für Duschgel, Reinigungsmittel & Co. 
 


2. Fahre spritsparend

Auch wenn sich die Antriebstechnik in den letzten Jahren deutlich verbessert hat, und Wohnmobile sowie Zugmaschinen immer schadstoffärmer und spritsparender sind, hast du es immer noch selbst in der Hand, wie spritschonend du fährst.

Das kannst du tun:
• Fahre vorausschauend und möglichst niedrigtourig. Das bedeutet, früh schalten und nicht unnötig Gas geben, wenn du zum Beispiel siehst, dass du ohnehin gleich abbremsen oder halten musst.
 
• Empfehlenswert sind 80 bis 85 km/h Reisegeschwindigkeit mit dem Reisemobil. Du musst nicht immer die Höchstgeschwindigkeit ausreizen. Das hat noch einen weiteren Vorteil: Du fährst gemütlicher und somit stressfreier!

• Schalte den Motor im Stau oder bei längerem Stand aus. 

• Nutze die Klimaanlage nur dann, wenn die Hitze unerträglich wird. Innerorts braucht dein Reisemobil oder Zugfahrzeug mit eingeschalteter Klimaanlage bis zu 1,8 Liter mehr Kraftstoff pro 100 Kilometer. Wenn du mit geöffneten Fenstern fährst, ist außerdem sichergestellt, dass immer frische Luft im Mobil zirkuliert.

• Vermeide am Zielort Kurzstrecken mit dem Reisemobil. Am besten nehmt ihr Fahrräder mit oder leiht euch welche vor Ort. 

• Fahre immer mit optimalem Reifendruck. Aufgepumpte Reifen verringern den Rollwiderstand und somit auch den Spritverbrauch nachhaltig. 


3. Umweltfreundliche Campingplätze

Im Vorfeld kannst du bei der Reiseplanung bereits Campingplätze auswählen, die z.B. Strom mit Sonnenergie gewinnen oder sich durch andere nachhaltige Umweltschutzmaßnahmen auszeichnen. 

Viele nachhaltige Campingspots erkennst du am Label „ECOCAMPING“. Die Initiative vergibt das Siegel nur an Campingplätze, die u.a. Produkte und Dienstleistungen aus der Region bevorzugen, sich durch Energieeffizienz auszeichnen, Wasser sparen, Abfälle vermeiden sowie die nachhaltige Energieerzeugung fördern. 

Darüber hinaus verpflichten sich die ECOCAMPING-Plätze bei der Aufnahme, dass sie mindestens 10 Verbesserungen gemäß dem ECOCAMPING-Leitbild innerhalb der folgenden zehn Jahre durchführen. Um das Label zu behalten, sind Campingplätze verpflichtet, weiterhin Umwelt- und Naturschutz zu betreiben. 


4. Seifen und Shampoos mit möglichst wenigen Zusatzstoffen

Beim Campen gelten hinsichtlich Nachhaltigkeit ähnliche Regeln wie zuhause. So solltest du bei der Mitnahme von Shampoos, Seifen und Reinigungsmitteln auf möglichst chemiefreie Produkte achten. Dies gilt umso mehr, wenn du Outdoorcamping betreibst und z.B. Gewässer in der Umgebung nutzt. Sinnvoll sind auch Naturkosmetika ohne Silikone und chemische Zusätze. Diese Produkte kosten zwar etwas mehr, sind aber deutlich haut- und umweltschonender.

Du kannst übrigens auch bei Reinigungsmitteln auf Nachhaltigkeit achten. So enthalten Reiniger, die mit dem "Blauen Engel" ausgezeichnet sind, keine schädlichen Tenside oder Duftstoffe, die z.B. beim Geschirrwaschen in die Kanalisation gelangen.


5. Gehe bewusst mit deinen Ressourcen um

Sicherlich mag es verlockend sein, auf dem Campingplatz nicht mehr die Beschränkung des Frischwassertanks beim Duschen berücksichtigen zu müssen. Doch je südlicher du unterwegs bist, desto knapper ist z.B. die Ressource Wasser. Dusche also so sparsam wie möglich und lasse das Wasser nicht unnötig lang laufen.


6. Nutze deine Klimaanlage nur in Ausnahmefällen

Klimaanlagen schaffen zwar schnell ein angenehmes Raumklima. Doch sie haben einen Nachteil: Wenn sie zu kalt eingestellt sind, verbrauchen sie unnötig viel Energie. Sobald du den gekühlten Raum verlässt, wird es für dich gefühlt noch heißer. 

Ein Tipp: Du kannst z.B. Decken auf dem Bett oder der Luftmatratze bei großer Hitze mit einem Wassersprüher besprenkeln und dich rauflegen. Das schafft auf ganz einfache Weise Kühlung. 


7. Lebensmittel - regional und unverpackt

Das Schöne am Reisen ist es, neue Dinge kennenzulernen. Das kann z.B. auch das regionale Angebot an Lebensmitteln sein. Gibt es in der Nähe einen Erzeuger, wo du z.B. frische Eier, Gemüse oder Obst direkt vom Hof oder auf einem Markt kaufen kannst? Gibt es in Supermärkten regionale Produkte, am besten Bio? Diese Produkte haben nur kurze Transportwege hinter sich und somit einen kleineren CO2-Footprint.

Wo wir schon beim Essen sind: Nachhaltiges Campen bedeutet auch, dass du Essen nicht wegwirfst, sondern möglichst immer alles verbrauchst, was du kaufst. 


8. Müll korrekt entsorgen

Versuche unbedingt, deinen Müll zu reduzieren. Das, was dennoch anfällt, solltest du am besten trennen und korrekt entsorgen. Nutze Glascontainer, sobald es welche gibt und sortiere z.B. deinen Papiermüll. 

Ein absolutes NoGo: Den Müll in der Umwelt „entsorgen“ oder verbrennen. 


9. Verwende wiederverwendbare Küchenutensilien

Es lohnt sich, wenn du dir hochwertiges Kochgeschirr sowie Teller und Besteck zum Campen zulegst. Die Utensilien lassen sich immer wieder verwenden und haben eine lange Lebensdauer. So kannst du getrost auf Wegwerfteller oder Besteck verzichten und schonst die Umwelt. Und beim Aufbewahren von Lebensmitteln kannst du ebenfalls auf Nachhaltigkeit achten. Statt Alu- oder Frischhaltefolie bieten sich wiederverwendbare Bienenwachstücher an. Sie halten Lebensmittel frisch, und das ganz natürlich!


10. Nutze LEDs

Beim Campen kannst du viel Strom sparen, indem du deine Beleuchtung auf energiesparende LEDs umstellst. LEDs haben noch einen weiteren Vorteil. Je nach Produkt lassen sich Lichtintensität und -farbe individuell regeln. 


11. Strom von der Sonne

Mit einer Solaranlage kannst du umweltfreundlich Strom erzeugen. Die Anlage speist deine Bordbatterie, sodass du je nach Leistung der Anlage nicht nur die Beleuchtung, sondern auch Elektrogeräte mit Strom versorgen sowie Smartphone oder Laptop damit aufladen kannst. Ein weiterer Vorteil: Du beziehst nicht nur echten Ökostrom, sondern bist auch unabhängiger von der Stromversorgung vor Ort.

Alles zum Thema Solaranlage für Wohnwagen & Wohnmobil findest du hier.


12. SanitärZusätze

Es gibt eine große Auswahl an ökologischen Sanitärzusätzen
Es gibt eine große Auswahl an ökologischen Sanitärzusätzen

Entsorge den Inhalt deines Campingklos nur an den ausgewiesenen Entsorgungsstationen. Falls du dein Chemieklo öfter als alle 3 Tage leerst, benutze keine Sachets oder Tabs. Diese Gebinde sind immer für einen vollen Tank gedacht. Messe lieber etwas weniger Toilettenchemie ab oder verwende am besten ökologischen Toilettenzusatz. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt. Am besten verwendest du biologisch abbaubare Sanitärzusätze aus natürlichen Stoffen. Um unangenehme Gerüche aus der Toilette zu beseitigen, gibt es die innovative, umweltfreundliche SOG®- Toilettenentlüftung, ganz ohne Chemie.