Was bedeutet Elternzeit?

Elternzeit ist eine unbezahlte Auszeit vom Berufsleben für Mütter und Väter, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen. Pro Kind stehen dir bis zu dessen 8. Geburtstag drei volle Jahre Elternzeit zu, die dir dein Arbeitgeber unter gewissen Voraussetzungen gewähren muss. Während der Elternzeit kann dir zudem nicht gekündigt werden. Ein Elternteil muss mindestens zwei, darf aber maximal 24 Monate Elternzeit am Stück nehmen.


Soll ich in der Elternzeit in den Urlaub fahren?

Familienzeit

Arbeitsteilung zwischen den Eltern

Kind aufwachsen sehen

enge Bindung zum Kind

langer Aufenthalt möglich

günstige Nebensaison kann genutzt werden

Urlaubserlebnisse

Verdienstausfall

Unsicherheit in fremden Ländern

doppelte Kosten: unterwegs / Zuhause


Die perfekte Zeit, in den Urlaub zu fahren

Direkt nach der Geburt fährt niemand in den Urlaub. Das schaffen Mama und Baby nicht. Denn in dieser Zeit muss sich die Mutter von der Geburt erholen und die Familie sich zusammenfinden. Zudem stehen in den ersten Tagen nach der Geburt viele Untersuchungen und Impfungen an.

Babys brauchen in den ersten Lebensmonaten nicht viel.
Babys brauchen in den ersten Lebensmonaten nicht viel. © PublicDomainPictures auf Pixabay

Danach wird es allerdings entspannter. Die U4 sollte im 3. oder 4. Lebensmonat stattfinden, die U5 im 6. oder 7. Monat. Dazwischen habt ihr also bestenfalls 4,5 Monate Zeit, die ihr nutzen könnt. Denn in dieser Zeit schläft das Baby zwischen 16 – 18 Stunden am Tag, braucht wenig Unterhaltung und ist glücklich, wenn die Bezugspersonen präsent sind. Zudem ist der Nachwuchs noch nicht sehr mobil und stellt wenig Ansprüche an seine Nahrung.

Beachte: Nur in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind die U-Untersuchungen 1-9 Pflicht. Zu bestimmten Zeiten muss dein Kind also einem Kinderarzt vorgestellt werden. In anderen Bundesländern dürfen Kindergärten und Schulen allerdings einen Nachweis über bestimmte U-Untersuchung verlangen, um das Kind aufzunehmen.


Reiseziele in der Elternzeit

Das perfekte Reiseziel für frischgebackene Familien hängt vor allem von persönlichen Vorlieben ab. Doch auch Wetter, politische Lage und medizinische Versorgung im Zielland sind entscheiden. Deswegen solltest du bei der Auswahl deines Wunschziels einige Faktoren berücksichtigen:

Zeit als Familie ist wichtig.
Zeit als Familie ist wichtig. © Fritz Berger
  • Du solltest extreme Temperaturen vermeiden. In Skandinavien wird es im Winter leicht unter -40 Grad Celsius kalt, im Portugal im Sommer gerne 80 Grad Celsius mehr. 
    Klar kommen in diesen Ländern auch Babys auf die Welt, die wunderbar mit diesen extremen Temperaturen umgehen können, doch kriegt dein Baby in den ersten Lebensmonaten eher gemäßigte Temperaturen aus Mitteleuropa mit und hat sich daran schon etwas gewöhnt.
    Zudem können Säuglinge ihre Temperatur anfangs noch nicht selbständig regeln. Der Körper wird, vereinfacht gesagt, so warm oder kalt wie die Umgebungstemperatur.
  • Überprüfe vor Abreise die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes, um nicht in ein von Krankheit oder Krieg bedrohtes Land zu fahren.
  • Wähle für deine erste Elternzeitreise ein nahegelegenes Ziel oder plane viele Etappen ein. Schließlich weißt du bei der Vorbereitung nicht, ob dein Baby über lange Strecken ein guter Beifahrer ist. Zudem sollten Babys nicht länger als zwei Stunden am Stück in der Babyschale sitzen.

Tipps fürs Camping mit Baby

  • Wie gerade schon erwähnt, dürfen Babys nicht zu lange in der Babyschale sitzen, denn das kann zu Rückenproblemen und somit zu Haltungsschäden führen. Streng genommen können Babys bis ungefähr zum 5. Lebensmonat gar nicht sitzen. Sie liegen in der Babyschale und fallen mehr oder weniger in sich zusammen. Deshalb ist es wichtig, immer wieder Pausen einzulegen, in denen sich das Baby ausgiebig strecken kann.
    Hier kannst du nachlesen, wie du die Babyschale oder den Kindersitz richtig im Wohnmobil befestigst.
Mit dem Rücken zur Fahrtrichtung fungieren Reboarder als Schutzschild.
Mit dem Rücken zur Fahrtrichtung fungieren Reboarder als Schutzschild. © ADAC Edward Beierle
  • Möchtest du dir einen Van oder ein Wohnmobil in den USA mieten, um dort auf Reisen zu gehen, solltest du dich genauestens über die dort geltenden Vorschriften zu Kindersitzen informieren. Deutsche Kindersitze sind in Nordamerika nicht zugelassen.
     
  • Denke an ausreichend Sonnenschutz, nicht nur in Form von Sonnencreme und Sonnenhut. Achte darauf, dass dein Neugeborenes der direkten Sonneneinstrahlung nicht ausgesetzt ist. Während der Fahrt, im Kinderwagen, beim Mittagsschlaf oder beim Essen. Die UV-Strahlung ist für kleine Kinder wirklich gefährlich.

    Hier findest du praktische Strandmuscheln als Sonnenschutz 
  • Sichere dein Baby beim Schlafen besonders. Auch wenn es sich in den ersten Monaten noch nicht bewegen kann, wird der Moment kommen, an dem es sich das erste Mal selbstständig dreht. Idealerweise passt ein Reisebett in den Gang in eurem Wohnmobil oder den Wohnwagen. Wenn nicht, solltest du an einen Rausfallschutz im Bett denken. Hier findest du das Rausfallgitter im Berger Onlineshop.
    Dein Baby kann auch in der Wanne des Kinderwagens (nicht in der Babyschale!) schlafen, solange es sich noch nicht selbständig aufsetzen kann. Unsere Tochter schläft seit sie 6 Monate alt ist im Zelt einfach auf ihrer Matratze auf dem Boden. Rollt sie zu weit, fällt sie maximal ein paar Zentimeter tief.
Ein Netz verhindert, dass das Kind aus dem Stockbett fällt.
Ein Netz verhindert, dass das Kind aus dem Stockbett fällt. © Sliiper
  • Eine Babybadewanne kann eine sinnvolle Anschaffung sein. Es gibt mittlerweile sogar faltbare Modelle, die sehr wenig Platz wegnehmen. Vielleicht hast du aber auch Glück und dein Baby findet duschen gut. Das solltest du aber vorab zu Hause ausprobieren, denn nicht alle Babys mögen direktes Wasser von oben.

Wichtige Medikamente für Babys auf Reisen

Prinzipiell solltest du natürlich einige Medikamente mitnehmen, vieles kannst du dir aber auch im Bedarfsfall vor Ort beschaffen.

  • Wund- und Heilsalbe
  • Zäpfen gegen Fieber: Säuglinge haben sehr oft Fieber
  • Heilwolle oder Windelsalbe

Zusätzlich solltest du mitnehmen:

  • Fieberthermometer
  • Kühlkompresse
  • Sonnencreme
  • Mittel gegen Insekten

Hier erfährst du, was noch in die Reiseapotheke von Campern gehört.


Fazit: Leichter als gedacht

Camping mit Baby macht großen Spaß, sofern die Bedürfnisse des Kindes an erster Stelle stehen. Übernachten in Wohnmobil, Wohnwagen, Van oder Zelt ist zudem praktisch für junge Familien, die sich bei dieser Urlaubsart ihren eigenen Tagesablauf schaffen können. Weit weg von häuslichen Verpflichtungen könnt ihr unterwegs richtig abschalten und zueinanderfinden.