Teil I

Hast du schon Teil I des spannenden Reiseberichts gelesen? Wenn nicht, findest du ihn hier.


Wildlebende Flamingos

Als wir die Insel wieder verließen, entdeckten wir neben dem Damm freilebende Flamingos. Wir haben noch nie welche in freier Wildbahn gesehen und freuten uns sehr. Gegen Nachmittag erreichten wir die Costa Rei und waren überrascht, dass selbst in der Nachsaison die Campingplätze recht voll waren. Am Strand war dafür relativ wenig los.

Flamingos am Stagno di Notteri
Flamingos am Stagno di Notteri © Fritz Berger

Auch am nächsten Tag verbrachten wir den Vormittag im Wasser, bevor wir uns aufraffen konnten, das Capo Carbonara bei Villasimius zu entdecken. Die Fahrt dahin war jedoch schon wunderschön und am Stagno di Notteri entdeckten wir ein weiteres Mal Flamingos, dieses Mal aber viel näher. Die Aussicht vom Kap war spektakulär und der Ausflug hatte sich gelohnt.

Capo Carbonara
Capo Carbonara © Fritz Berger

Den Abend ließen wir bei Pizza und Wein mit unseren Campingnachbarn ausklingen.


Rote Felsen an der Ostküste

Die roten Felsen von Arbatax
Die roten Felsen von Arbatax © Fritz Berger

Nach dem kurzen Aufenthalt an der Costa Rei ging es für uns weiter in Richtung Norden. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir den Campingplatz bei Arbatax. Nach einer Runde Baden im glasklaren Wasser fuhren wir in den Ort, um dort die bekannten roten Felsen anzuschauen. Die Rocce Rosse ragen aus dem Meer heraus, sind blutrot und gelten als Attraktion der Region . Sie waren dennoch kleiner und unspektakulärer als wir dachten. Wir hatten trotzdem Spaß, darauf rum zu klettern. Auf dem Rückweg zum Campingplatz hielten wir bei der Cantina Ogliastra, bei der man sich dank einer Weintankstelle leckeren Wein abfüllen kann.

Weintankstelle der Cantina Ogliastra
Weintankstelle der Cantina Ogliastra © Fritz Berger

Schroffes Gebirge im Landesinneren

Dass Sardinien nicht nur schöne Strände und wundervolle Küsten zu bieten hat, zeigte uns die Fahrt am darauffolgenden Tag durch das Supramonte. Im Landesinneren suchten wir uns den Agri Turismo Costiolu, einen alten, etwas in die Jahre gekommenen Bauernhof, der einige Stellplätze für Camper bietet. Mit Blick in die Berge stellten wir unseren Wohnwagen unter Korkeichen ab und vor allem die Kinder freuten sich an den Schafen, Eseln, Kühen und Pferden, die im Wechsel vorbeiliefen. 

Agriturismo: Camping auf dem Bauernhof
Agriturismo: Camping auf dem Bauernhof © Fritz Berger

Nach einem kurzen Kaffee und Weintrauben vom Bauern setzten wir uns noch einmal ins Auto und fuhren die kurvenreiche Strecke nach Oliena. Der Ort liegt sehr malerisch am Hang eines großen Berges. Ein Stück weiter findet man die Su Gologone Quelle. Hier entspringen im Schnitt etwa 300 Liter Wasser pro Sekunde, weshalb sie als eine der wichtigsten Quellen Sardiniens gilt. Wir hatten es uns etwas spektakulärer vorgestellt, aber es war angenehm kühl im Eukalyptuswald und wir füllten unsere Wasserflaschen mit frischem Quellwasser.

Oliena im Supramonte
Oliena im Supramonte © Fritz Berger

Am Morgen wurden wir von Schafen geweckt, die plötzlich um unseren Wohnwagen herumliefen. Leider neigte sich unsere Sardinienreise dem Ende zu und wir fuhren zurück ans Meer, langsam in Richtung Fähre. Bevor wir die wundervolle Insel jedoch verlassen mussten, wollten wir noch zwei Nächte mit unseren Freunden von der Hinfahrt auf dem Campingplatz in San Teodoro verbringen. So konnten wir den tollen Strand, das karibikähnliche Wasser, die leckere italienische Pizza mit sardischem Wein und dem sardischen Bier Ichnusa noch einmal zusammen genießen.

Traumstrand in San Teodoro
Traumstrand in San Teodoro © Fritz Berger

Aufregende Rückfahrt

Die Rückfahrt mit der Fähre lief dann leider nicht ganz so reibungslos. Die Fähre fuhr schon mit deutlicher Verzögerung ab, das Restaurant der Fähre hatte geschlossen, die Klos waren verstopft oder nicht abschließbar, der „Kinderspielplatz“ war sehr dürftig und insgesamt kamen wir mit drei Stunden Verspätung in Livorno an.

Schrankenpanne an der Mautstation
Schrankenpanne an der Mautstation © Fritz Berger

Zum krönenden Abschluss ging bei der Abfahrt von der Autobahn die Schranke einer Mautstation zwischen unserem Auto und unserem Wohnwagen runter. Ein Glück waren wir gut erholt und konnten drüber lachen, holten uns ausgehungert eine Pizza und übernachteten auf einem Stellplatz in Viareggio. Da in Deutschland das Wetter deutlich kühler war, nutzten wir unsere freien Tage komplett aus und blieben noch eine Nacht in Porlezza auf dem Camping Darna.


Sardinien – wir kommen wieder!

Unsere Sardinienreise hat uns richtig gut gefallen und wir denken sehr gerne daran zurück. Vor allem die sommerlich warmen Temperaturen Ende September, die fantastischen Strände, die gute Stimmung und die netten Leute begeisterten uns. Wir waren fast jeden Tag im Meer baden, haben jede Menge Pizza gegessen, sardischen Wein und Ichnusa getrunken und jeden Tag voll und ganz genossen. Nur zu gerne würden wir bald wieder nach Sardinien fahren. Obwohl wir die Insel einmal umrundet haben, haben wir bei weitem nicht alles gesehen. Sardinien ist richtig vielfältig und bietet jede Menge Abwechslung. Aktivurlauber werden gleichermaßen auf ihre Kosten kommen wie Erholungssuchende.

Strand Sardinien
Strand Sardinien © Fritz Berger